Jahresrückblick 2020 – Gründung, Corona, Virtualität

Wir brennen für Digitalisierung, Agilität und Innovationen. Wir probieren gerne neue Methoden aus und ergründen, wie sie sich in der Praxis umsetzen lassen. Wir denken gerne weiter und entwerfen neue Konzepte oder verknüpfen Bekannte, um wieder einen Schritt weiter in Richtung Kundennutzenmaximierung und neue Arbeitswelt zu kommen. Damit sind wir in unseren Jobs jedoch immer mal wieder an Grenzen gestoßen. Und so schlummerte schon lange der Wunsch, unsere Ideen unter eigenem Namen auszuprobieren. 

Gründung neben einem Vollzeit-Job

Im Januar 2020 wollten wir unseren Gedanken endlich Taten folgen lassen und haben unter dem Namen neubau unsere ersten Ideen auf eine WordPress-Seite gebracht. Das erste Website-Design, ein Logo, die ersten Blog-Posts und Anmeldungen auf allen erdenklichen sozialen Plattformen folgten schnell. Doch dann kam erst einmal der Alltag: Überstunden im eigentlichen Job, Sport, Freizeit-Verpflichtungen. Zwar nagte an uns das schlechte Gewissen, dass wir doch für neubau etwas tun müssten. Jedoch war unser Kalender auch so schon gut gefüllt. So eine Gründung neben dem Beruf, hört sich einfacher an, als es in der Realität ist. neubau steckte also erst einmal fest.

Corona gibt neubau den nötigen Anschub

Dann kam Corona. Ein Schrecken für alles, was uns lieb und teuer war – soziale Kontakte, Reisen, Workshops. Als wir uns von dem anfänglichen Schock dieser neuen Situation erholten, stellte sich die Pandemie an anderer Stelle als Segen heraus: neubau. Nun gab es keine Freizeitaktivitäten mehr, Freunde treffen verboten. Endlich Zeit, neben dem Job, sich voll und ganz auf das neue Business zu konzentrieren. Und nicht nur das! Durch das massenhafte Absagen von agilen Workshops quer durch die Branche, ergab sich auch eine Nische, die zu Beginn kaum jemand ausfüllte. Wir studierten digitale Whiteboards und Videokonferenzsysteme und überführten unsere Workshop-Konzepte in digitale Formate. Als einer der ersten am Markt konnten wir virtuelle agile Workshops anbieten. Kostenfrei und über Eventbrite. Die Vermarktung erfolgte guerilla-mäßig über LinkedIn, Facebook und Instagram, denn uns kannte ja noch niemand.

Die Nachfrage war überraschend groß und das Feedback motivierend. Unsere Ganztages-Online-Workshops kamen gut an und wurden durchweg von den Teilnehmern als kurzweilig und aufschlussreich gelobt. Sogar Unternehmen wie der Medizin-Technik-Produzent HASOMED und das Innovation-Lab SPAYCE der Sparkassen-Finanzgruppe wurden auf uns aufmerksam. Das virtuelle Arbeiten war unsere Chance und kein Hindernis, wie es einige Unternehmen bis heute empfinden.

Video-Kurse & virtuelles Team Building

Später im Jahr ging durch das Sommerloch und die sinkenden Infektionszahlen die Nachfrage nach virtuellen Workshops zurück und wir nutzten die Zeit zwei weitere Projekte umzusetzen. 

Die Idee für das erste Projekt ist aus dem Selbstversuch geboren, per Video-Tanzkurs Salsa zu lernen. Die Vorteile der Online-Videokurse waren überzeugend und inspirierten uns gleichermaßen etwas ähnliches für unsere Trainings zu entwickeln: 

  • geringe Kosten für die Nutzer, ohne Abstriche bei den Inhalten
  • Unabhängigkeit von Zeit, Ort und Infektionsgeschehen
  • Wiederholung der Lektionen und Variabilität der Trainingsintensivität je nach Interesse und Bedarf

All diese Parameter sind nicht nur für Tanzkurse interessant und so konzipierten wir unsere virtuellen asynchronen Workshops. Mehr dazu unter https://derneubau.teachable.com

Das zweite Projekt war die Unterstützung als Agile Coach für eine innovative Produktentwicklung über 6 Monate hinweg – ebenfalls komplett virtuell. Die Herausforderungen hier waren neben dem technischen Setup, ein agiles Team zu formen, das sich zuvor noch nie in Realität begegnet ist.

Über beide Projekte berichten wir in Kürze nochmal detaillierter.

Umzug an die innovative Ostsee

Nach der Sommerpause folgte ein privater Umzug und damit des Unternehmens aus der Metropole und FinTech Hochburg Frankfurt an die schöne, aber strukturschwache Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns. Auch wenn der Nordosten des Landes noch nicht zu den digitalen Schwergewichten in Deutschland gehört, werden dort aktuell die strategischen Weichen gestellt. Das Land investiert unter anderem durch den Aufbau von sechs digitalen Innovationszentren massiv in die Zukunft. Mit unseren Erfahrungen in der agilen und digitalen Transformation wurden wir mit offenen Armen empfangen, können hier gut unterstützen und sind von Anfang an dabei – ein großartiges Gefühl und eine tolle Chance.

Das Jahr ist nun zu Ende und unser erstes Jubiläum nur noch ein paar Tage entfernt. Auch wenn der Start parallel zum privaten und beruflichen Alltag herausfordernd ist, war dieses verrückte Jahr ein Segen für uns. Wir konnten vieles ausprobieren und aus Flops lernen und auch viele kleine Erfolge feiern. Das nächste Jahr wird vermutlich wieder ganz anders – wir freuen uns darauf.

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