Corona: Was machen wir mit unseren agilen Workshops?

„Vor Corona…“ Wie viele unserer Geschichten werden wir wohl so noch anfangen? Einige vermutlich und so auch diese. Vor Corona haben wir unsere Workshops in tollen Räumlichkeiten mit beschreibbaren Wänden, bunten Stühlen und tausenden Post Its durchgeführt. Wir haben in Kaffeepausen über Agilität philosophiert und Menschen überzeugt, dass New Work keine Spielerei ist. Wir haben viele Methoden und den idealen Einsatz der Materialien und Räumlichkeiten erprobt. In jedem Workshop haben wir Veränderungen vorgenommen, um das Feedback unserer Teilnehmer einzuarbeiten und Stück für Stück besser zu werden. Wir haben uns permanent in Frage gestellt, doch eines war immer ganz klar: Auch wenn das Produkt digital ist, unsere Workshops bleiben analog.

Jetzt ist „Corona“ und wir müssen umdenken.

Zu Beginn der Krise haben wir alle Workshops abgesagt und verschoben mit dem Hinweis, dass wir alles Nachholen, wenn Corona vorbei ist. Wir sind davon ausgegangen, dass wir nach Ostern einfach ganz normal wieder weitermachen und den Weg der agilen Transformation fortsetzen können. Doch heute wissen wir, dass Corona uns noch eine Weile beschäftigen und die neue Realität nicht so schnell verschwinden wird. Was heißt das für unsere (agile) Weiterbildung in Form von Seminaren und Workshops? Stillstand? Zurück zum Buch? Stillstand ist natürlich keine Option und auch wenn in Büchern und Blogs einige wertvolle Informationen zum agilen Arbeiten stehen, lebt sie doch durch Ausprobieren und den Austausch mit Menschen. Und so wie Viele in diesen Zeiten, kommen auch wir nicht drum herum: wir müssen digitaler werden!

Analog war das Salz in der Suppe

Das hört sich natürlich paradox an. Diejenigen, die digitale Produkte und Prozesse entwickeln, sich als Vorreiter von New Work verstehen und die ewig Gestrigen bekehren wollen, haben die Herausforderung ihren Service digital anzubieten? Ja, die haben wir! Auch unsere Mechanismen, wie eine lebhafte Moderation, bunte Workshop-Räume und Prototyping mit Lego und Spaghetti, machen unsere Workshops aus und funktionieren (fast) nur analog. Der Mix zwischen einem digitalen Thema/Produkt und einem analogen Workshop hatte das gewisse Extra. Es gab unseren Teilnehmern die nötige Energie einen ganzen Tag fokussiert arbeiten zu können und bot einen deutlichen Unterschied zu ihrer täglichen Arbeit am PC. Dies digital abzubilden ist (fast) unmöglich.

Vielleicht ist genau das eine unerfüllbare Erwartung: ein hervorragendes analoges (Workshop-) Produkt 1:1 digital abzubilden. Besser wäre es einen digitalen Workshop nicht als notwendige Alternative zu sehen sondern als ein Erlebnis der anderen Art.

Um dieses digitale WOW-Erlebnis zu schaffen, müssen wir uns fragen: Was ist das Problem von unserem Kunden, unserem Online-Workshop-Teilnehmer? Welches Bedürfnis wollen wir befriedigen?

Unsere How-Might-We-Frage für die nächsten Monate: Wie können wir unserem Workshop-Teilnehmer in Corona-Zeiten agile Arbeitsweisen praxisnah vermitteln?

Einen ersten Prototyp haben wir „gebaut“ und auch schon verprobt. Wie das so geklappt hat, erfahrt ihr demnächst auf dem neubaublog oder ihr schaut es euch selbst in unserem nächsten digitalen Workshop an.

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